“Von offizieller Seite” – Anwältin der Verdächtigen im Fall Fabian äußert sich erstmals öffentlich
Fall Fabian aus Güstrow: Staatsanwalt bestätigt wichtiges Vernehmungs-Detail – Erstmals Infos zur Tatwaff
Nach der Festnahme einer Frau im Fall des getöteten Fabian geraten die Ermittler unter Zeitdruck. Zwar wurde eine Frau festgenommen, doch sie schweigt.
Update vom 13. November, 13:05 Uhr: Etwa eine Woche nach der Festnahme einer Tatverdächtigen im Fall des ermordeten Fabian aus Güstrow sind neue Details über den Ermittlungsverlauf bekannt geworden. Die Tatverdächtige geriet offenbar schon während der Suche nach dem Jungen ins Visier der Ermittler. Das berichtet die Ostsee-Zeitung. Demnach habe sie sich bereits bei frühen Befragungen in Widersprüche verwickelt, als die Polizei noch das Umfeld des vermissten Jungen durchleuchtete.

„Die Verdächtige war in den Fokus geraten, weil sie widersprüchliche Aussagen gemacht hat“, bestätigte Oberstaatsanwalt Harald Nowack. Dies geschah bereits zu dem Zeitpunkt, als die Polizei noch nach Fabian suchte – also deutlich früher als bisher bekannt.
Tatverdächtige im Fall des getöteten Fabian äußert sich nicht
Update vom 13. November, 8:10 Uhr: Nach der Anwältin von Fabians Mutter, meldete sich auch der Anwalt der Tatverdächtigen Andreas Ohm zu Wort. Seit einer Woche befindet sich seine Mandantin in U-Haft. Seine Mandantin sei zuerst als Zeugin befragt worden. „Nach Bekanntwerden der Tatvorwürfe hat sie auf mein Anraten hin zunächst keine Angaben gemacht“, sagte Ohm im RTL-Interview. Nach Angaben des Pflichtverteidigers ist die Tatverdächtige selbst Mutter eines Sohnes. Die Ermittlungen des grausamen Verbrechens an Fabian laufen weiter auf Hochtouren. Bis zur Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Update vom 12. November, 14:06 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow werden weiterhin die Hinweise aus der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ ausgewertet. Das teilte der Rostocker Oberstaatsanwalt Harald Nowack mit. Sollten diese Hinweise neue Erkenntnisse bringen, würde sich die Staatsanwaltschaft vor der nächsten Ausstrahlung Ende November äußern. Auch die Vernehmungen aller Zeugen seien noch nicht beendet.
Am vergangenen Donnerstag hatte die Polizei eine Tatverdächtige wegen dringenden Mordverdachts verhaftet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schweigt sie bislang zu den Vorwürfen. Nowack bestätigte aber einen Bericht der Ostsee-Zeitung, wonach die Frau durch widersprüchliche Aussagen in das Visier der Fahnder geraten war: „Die bisherigen Ermittlungsergebnisse rechtfertigen den Tatverdacht des Mordes.“ Fabian war am 10. Oktober verschwunden und tagelang gesucht worden.
Die Leiche des Achtjährigen wurde vier Tage später, am 14. Oktober, an einem Wassertümpel rund 15 Kilometer südlich von Güstrow bei Klein Upahl entdeckt. Als Zeitfenster für die Tat komme der 10. Oktober von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr in Betracht. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass er nicht an dem Ort getötet wurde, an dem die Leiche schließlich gefunden wurde. Der Leichnam sei vermutlich angezündet worden, um Spuren zu verschleiern.




