EILMELDUNG! Fabian Vater wurde am Flughafen Frankfurt festgenommen… Details siehe unten
Rostock/Güstrow – Mehr als drei Monate nach dem gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow tappt die Mordkommission weiter im Dunkeln – vor allem, weil die Tatwaffe bis heute spurlos verschwunden ist. In einem exklusiven Statement gegenüber der Frankfurter Rundschau (Ippen.Media) hat Oberstaatsanwalt Harald Nowack am Freitagabend erstmals detailliert Stellung bezogen und schwere Vorwürfe aus dem Umfeld der Familie entschieden zurückgewiesen.


„Die Waffe fehlt nach wie vor“, bestätigte Nowack. Trotz intensiver Suche in Güstrow, an möglichen Entsorgungsorten und sogar im Ausland – nichts. Diese Lücke macht die Rekonstruktion des Tathergangs extrem schwierig und nährt gleichzeitig Spekulationen.
Besonders emotional wird es, wenn es um die Zusammenarbeit mit den Eltern geht. Die Familie hatte der Staatsanwaltschaft wiederholt vorgeworfen, nicht ausreichend informiert und „kalt“ behandelt zu werden. Nowack widerspricht deutlich: „Wir haben von Anfang an eng und respektvoll mit den Angehörigen zusammengearbeitet. Manche Erwartungen an die Informationsweitergabe können wir aus ermittlungstaktischen Gründen jedoch nicht erfüllen.“
Der Vater des Jungen sitzt seit seiner Festnahme am Frankfurter Flughafen in Untersuchungshaft – der dringende Tatverdacht gegen ihn bleibt bestehen. Ob und welche Beweise die Ermittler tatsächlich in der Hand haben, verrät Nowack nicht. Nur so viel: „Wir arbeiten mit Hochdruck und prüfen jede Spur – auch solche, die über die engste Familie hinausgehen.“
Für die Menschen in Güstrow bleibt der Fall ein Albtraum. Der kleine Fabian starb unter bislang ungeklärten, aber eindeutig gewaltsamen Umständen. Dass die Tatwaffe fehlt und die Ermittlungen stocken, lässt viele fragen: Wird der Fall jemals aufgeklärt? Oberstaatsanwalt Nowack gibt sich kämpferisch: „Wir geben nicht auf. Irgendwann macht jeder Täter einen Fehler.“
